Logopädie Stuhr-Drobig
Gut aufgehoben!



Die myofunktionelle Dysfunktion


Dieser Begriff wird im Zusammenhang mit kindlichen Schluckstörungen verwendet. Häufig wird im Rahmen einer zahnärztlichen oder kieferorthopädischen Behandlung bei Kindern festgestellt, dass die Zunge beim Schlucken gegen die Zähne drückt oder gar zwischen die Zähne geschoben wird. Beim korrekten Schluckmuster bleibt jedoch die Zungenspitze am Zahndamm liegen. Oft ist die gesamte Gesichts- und Kiefermuskulatur mit betroffen. Deutliche Anzeichen für eine myofunktionelle Dysfunktion sind eine offene Mundhaltung, eine Gebissanomalie und/oder Artikulationsstörungen, insbesondere der Sigmatismus interdentalis, landläufig als Lispeln bezeichnet.


Die Therapie bei Myofunktionellen Dysfunktionen


Vor allem anderen zielt die logopädische Therapie auf das Erreichen eines gesunden Muskelgleichgewichts im Mund- und Gesichtsraum ab. Oftmals ist die Muskulatur zu schwach. Nahrungsaufnahme, Kauen, Schlucken, Nasenatmung und Sprechen werden mittels spezieller mundmotorischer Übungen und durch das Lernen neuer, besserer (und das Verlernen alter) Muster normalisiert. Häusliches Üben ist dabei für den Therapieerfolg unabdingbar. Nach erfolgreicher Anbahnung des neuen, besseren Musters sollte dieses noch bis zu einem Jahr regelmäßig kontrolliert werden. Um eine kieferorthopädische Behandlung schneller und auf Dauer erfolgreich zu gestalten, ist die gleichzeitige Normalisierung der Zungenfunktion notwendig.